Finn wurde am 20. Mai 2007 im bayrischen Rimbach geboren und stammt von den Highbend's Golden Retrievern. Er kam um Punkt 20:00 Uhr auf die Welt und wog 420 Gramm. Unser Kampfschmuser hat acht Schwestern und zwei Brüder. Zum Stammbaum gelangt ihr hier

... Die Ankunft - Er kam, sah und siegte ...

An einem wunderschönen Sommertag im Juli 2007 war es endlich so weit: Alles war für die Ankunft unseres neuen Familienmitglieds vorbereitet und so machte sich ein Teil der Familie Kirchner auf den Weg ins bayrische Rimbach, um dort unseren Finn abzuholen. Der andere Teil der Familie wartete zu Hause gespannt auf die Ankunft des Kleinen. Als unser schneeweißes Wollknäuel am Abend endlich in seinem neuen zu Hause ankam, war bereits klar: Er hat unserer aller Herzen im Sturm erobert und dafür hat es nicht mehr als einen einzigen kurzen Blick in die treuen braunen Augen unseres neuen Lieblings gebraucht. Nachdem an diesem Abend das Gras und einige Blätter im Garten probiert, die ersten Teppiche mit Grünflächen verwechselt und die ersten Gehversuche auf dem glatten Fußboden unternommen worden waren, fiel unser Finn in einen wohlverdienten Tiefschlaf. Im Nachhinein war dies wohl die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, denn keiner von uns konnte sich ausmalen, was da in den nächsten Wochen auf uns zukommen sollte…

... Der ganz normale Welpenwahnsinn oder Let me entertain you ! ...

Für einige Familienmitglieder begann das Grauen schon am nächsten Morgen, als man freudestrahlend und nichtsahnend den Kleinen im Empfang nehmen wollte. Wer hätte schon gedacht, dass flatternde Bademäntel, Schnürsenkel, Fußzehen, Schlafanzughosen und sonstige modische Accessoires die optimale Angriffsfläche für spitze Welpenzähne mit einigen zerfetzten T-Shirts, Hosen und Jacken, mit unzähligen Rollen Küchenpapier, mit zerkratzen Händen, Füßen, Beinen und Armen, mit angenagten Socken und Schuhen (die bis heute wie ein Heiligtum aufbewahrt werden !!!) und einigen grauen Haaren mehr bezahlt. In den ersten Tagen war Finn voll und ganz mit Essen, Schlafen und Menschen - auf - Trab - Halten beschäftigt. Ganz nebenbei wurde die gesamte Wohnung in Beschlag genommen (Wer hat mal behauptet, der Hund soll nicht in die obere Schlafetage ?), indem geklaute Socken und sonstiges Welpenspielzeug sorgfältig in jedem Raum verteilt wurden. Eines Abends war es Zeit, das Revier etwas auszudehnen, um den unglaublichen Bewegungsdrang ungestört von Stühlen, Tischen und sonstigem nutzlosen Mobiliar ausleben zu können. Da Frauchen unterwegs war, wurde die Gunst der Stunde genutzt...und ein ausgiebiger Rundgang durch die Kirchner’schen Blumenbeete unternommen. An dessen Ende war unser weißer Hund gar nicht mehr so weiß und die mühsam gezüchtete Blumenpracht ragte gar nicht mehr so aufrecht gen Himmel. So oder ähnlich verlief jeder Tag in den folgenden Wochen und Langeweile wurde für uns alle ein Fremdwort.

... Mittendrin statt nur dabei oder Wie ich meine Familie um die Pfote wickelte ...

Allmählich lernte unser Goldstück, auf seinen Namen zu hören, die grundlegenden Kommandos zu befolgen, an der Leine zu gehen und nicht mehr in die Wohnung zu machen…doch am schnellsten lernte unser Charmeur wohl, wie er uns alle um die Pfote wickeln kann und das beherrscht er bis heute in Perfektion. Wer kann diesen treuen braunen Augen, dem herzerweichenden Grunzen oder dem mit Hingabe entgegengestreckten Bauch schon widerstehen? Und wen wundert es bei diesem süßen Kerl, dass er zum Mittelpunkt unserer Familie wurde ? „Mittendrin statt nur dabei“ ist vermutlich Finns Lebensmotto, das er verkörpert wie kein zweiter. Als geliebter Familienhund fühlt er sich im Kreise seines Rudels am wohlsten und er hat mit größter Sorgfalt einem jeden von uns eine besondere Rolle zugewiesen. Da gibt es natürlich den Rudelführer, der respektiert, aber dann und wann auch zu kleinen „Machtkämpfen“ herausgefordert wird. Da gibt es die wichtigste Vertrauensperson, die verehrt und umsorgt wird. Da gibt es Geschwister, mit denen gespielt, gekuschelt und geschimpft wird und es gibt den besten Kumpel mit dem man so richtig einen drauf machen kann. Finn liebt ausgiebige Spaziergänge, am liebsten quer durch den Wald, Schnee, Wasser, selbstgekochtes (Fr)Essen und seine Spielzeugkiste, deren Inhalt er ganz genau zu kennen scheint. Er ist ein ausgeglichener Hund, der seine unerschöpfliche Freude und Zuneigung dadurch zum Ausdruck bringt, dass er jedem Besucher Spielzeug hinterher schleppt und sich laut grunzend auf den Rücken wirft, um möglichst lange gestreichelt zu werden. Ein bisschen verrückt ist er, wenn ihn der Welpenwahnsinn einholt, aber genau deswegen lieben wir ihn so sehr. Er ist zu einem nicht wegzudenkenden Teil unseres Lebens geworden, der jeden einzelnen Tag lebenswerter macht und mit einem einzigen Schwanzwedeln alle Sorgen wegwischt.